Veranstaltung mit verfolgtem syrischen Dichter und Arzt

Veranstaltung mit verfolgtem syrischen Dichter und ArztBautzen / Budyšin, 22. Januar 2015. Der Arbeitskreis sorbischer Schriftsteller im Sorbischen Künstlerbund e. V. lädt mit Unterstützung des PEN-Zentrums Deutschland in Darmstadt und dem SPD Kulturforum Lausitz für Freitag, den 30. Januar 2015, zu einer Lesung und einem Gespräch (in deutscher Sprache) mit dem verfolgten syrischen Dichter und Augenarzt Dr. Abelwahhab Azzawi ein.

Syrien - direkt berichtet

Dr. Azzawi wird über die politische und kulturelle Lage sowie über das freie Wort in Syrien sprechen und Fragen der Zuhörer beantworten. Außerdem wird der Gast ein Gedicht in arabischer und englischer Sprache vortragen, das der Schauspieler des Deutsch-Sorbischen Volkstheater Marian Bulang sorbisch und deutsch wiedergeben wird.

Der Schriftsteller und Arzt ist im Sommer aus Damaskus geflohen und hat in Deutschland um Asyl gebeten, dem unterdessen entsprochen worden ist. Der Sorbische Künstlerbund und das SPD-Kulturforum Lausitz haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten auf Bitten des PEN-Zentrums Deutschland um die Anliegen des 1981 geborenen Schriftstellers und seiner Familie gekümmert. So konnte der Dichter im Juli 2014 am 36. internationalen Fest der sorbischen Poesie in der Lausitz teilnehmen und war dabei Gast in der Gemeinde Nebelschütz/Njebjelčicy bei Kamenz/Kamjenc.

Erst in dieser Woche ist gelungen, die Frau und die beiden Kinder von Dr. Azzawi aus dem Exil in Jemen nach Dresden zu holen.

Hingehen!
Freitag, 30. Januar 2015, 17 Uhr,
der Gaststätte "Wjelbik", Kornstraße 7, 02625 Bautzen.
Die Veranstaltung ist öffentlich, wegen der begrenzten Platzkapazität wird aber um Anmeldung beim Sorbischen Künstlerbund per E-Mail zsw-skb@gmx.de oder unter Tel. 03591 - 59 96 61 gebeten.

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Kommentare Lesermeinungen (1)
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Treff in Bautzen mit syrischem Arzt

Von Siegrun Roellig am 22.01.2015 - 16:24Uhr
Ich hoffe inständig, dass diese Veranstaltung reich besucht wird. Vermeintliches hören, sehen, von anderen weitergeben hilft niemandem in der heutigen Situation.

Mit eigenen Ohren hören von Betroffenen ist soviel wert. Es sind Menschen mit Werten und Idealen - nicht alle sind fehlgesteuert oder fanatisch. Gegenseitige Aufklärung, Annäherung können helfen. Achtung und Akzeptanz von beiden Seiten ist wichtig - und nciht jeder ist rassistisch, welcher Bedenken hat vor der Zukunft. zumal; zumal, wenn er bereits täglich hier um sein Überleben kämpfen muss durch betroffene Arbeitslosigkeit oderArmut . es können nur alle voneinander lernen und es können sich nur alle gegen die Bedrohung von außen zusammenschließen.

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  • Quelle: red | Foto: Benedikt Dyrlich
  • Zuletzt geändert am 22.01.2015 - 11:25 Uhr
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