Geflüchtete gründen Gruppe für Integration

Geflüchtete gründen Gruppe für IntegrationBautzen / Budyšin, 4. Februar 2017. Auch das ist Bautzen: Eine Gruppe von Bautzener Flüchtlingen will sich künftig für ein besseres Zusammenleben von Deutschen und Migranten in der Stadt einsetzen. An dem Gründungstreffen für die noch namenlose Initiative am Donnerstag, dem 2. Februar 2017, nahmen 15 Flüchtlinge teil.

Mehr Begegnungen zwischen Geflüchteten und Bautzenern

Mehr Begegnungen zwischen Geflüchteten und Bautzenern

Was ist größer: Das Trennende oder das Gemeinsame?

Unterstützt wird die Gruppe vom Bautzener Integrationszentrum "House of Resources" des Vereins "Willkommen in Bautzen". Das Zentrum arbeitet eng mit der Stadt Bautzen zusammen.

Ziel der neuen Initiative ist es, sich besser mit den Bautzener Einwohnern zu verständigen, damit eine Integration in die Gesellschaft möglich wird. Dieser Wunsch, sich zu integrieren, treffe auf den überwiegenden Teil der Geflüchteten in Bautzen zu, so die Initiative.

Zu diesem Zweck sollen mehr Begegnungsmöglichkeiten zwischen den Bautzener Einwohnern und den Flüchtlingen geschaffen werden. Die Teilnehmer der Initiative sehen sich dabei als Erklärer und Aufklärer, als Ansprechpartner für alle zu den Themen rund um die Flüchtlinge. Außerdem wollen sie die Sicht und die Interessen der Geflüchteten einbringen.

Kommentar:

Wie lange ist es her, dass Deutsche – ob nun als Juden gebrandmarkte oder politisch Andersdenkende – aus dem "Land der Dichter und Denker" fliehen mussten? Flucht, das war schon damals, vor gerade mal drei Generationen, die Erfahrung, nicht willkommen zu sein. Als Großbritannien zwar jüdische Kinder aufnahm, aber nicht deren Eltern. Als das unbesetzte Südfrankreich deutsche Flüchtlinge an das NS-Regime auslieferte. Als die Sowjetunion selbst geflüchtete Kommunisten umbringen ließ.

Heute sollten wir, gerade in Deutschland, angesichts unserer eigenen Geschichte mit dem Thema Flucht und Vertreibung weit besser umgehen können als Andere. Und wir können es ja, abgesehen von jenen, die das nicht verstehen oder vor unliebsamen Begleiterscheinungen resignieren.

Wer sich offen zur Integration bekennt, sollte uns besonders herzlich willkommen sein,

meint Ihr Thomas Beier



Einblicke!
24.01.2011: Ende einer Ausstellung
13.11.2010: Subtile Einblicke in jüdisches Leben
07.11.2010: Wie die große aus der kleinen Welt erwächst

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