Sorbisches National-Ensemble bekommt Doppelspitze

Sorbisches National-Ensemble bekommt DoppelspitzePotsdam | Bautzen / Budyšin, 17. Mai 2017. In Fortführung seiner Frühjahrssitzung, die am 4. April 2017 ihren ersten Tag hatte, entschied der Stiftungsrat der Stiftung für das sorbische Volk gestern in Potsdam über die Zukunft der Leitung des Sorbischen National-Ensembles (SNE): Künftig soll die Einrichtung mit den künstlerischen Sparten Chor, Ballett und Orchester von einer Doppelspitze – mizt getrennter Zuständigkeit für Kunst und Geschäft – geleitet werden.
Abbildungen: Auch wenn die Tagung in Potsdam stattfand: Die heimliche Hauptstadt der Sorben ist Bautzen.

Umbau im Wendischen Museum Cottbus geht voran

Umbau im Wendischen Museum Cottbus geht voran

Bautzen ist ideal, um zu Fuß erkundet zu werden. Ein Tipp sind neben der Altstadt die Wehranlagen oberhalb der Spree.

Der mit dem 31. Juli 2017 zu Ende gehende Geschäftsführervertrag mit Diana Wagner soll bis Ende Juli 2022 verlängert werden. Gleichzeitig soll die Stelle der Intendanz als künstlerische Geschäftsführung des SNE alsbald ausgeschrieben und ab dem 1. August 2018 zunächst befristet auf drei Jahre besetzt werden. Bei erfolgreicher Besetzung der Intendanz nimmt Frau Wagner dann die Aufgaben der kaufmännischen Geschäftsführung wahr. Damit sollen sowohl die Beibehaltung der derzeit stabilen wirtschaftlichen Lage des Hauses als auch dessen künstlerische Weiterentwicklung gewährleistet werden.

Empfehlungendes Wissenschaftsrates

Im Weiteren nahm der Stiftungsrat die Stellungnahme zur Umsetzung der Empfehlungen des Wissenschaftsrates vom 28.04.2017 anerkennend zur Kenntnis. Dabei würdigte er ausdrücklich die geleistete Arbeit des derzeitigen Interimsdirektors des Sorbischen Instituts e.V. (SI), Herrn Dr. Bartels, und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Die größtenteils bereits erfolgte Veränderung der Struktur der Abteilungen Sprach- und Kulturwissenschaft sowie die gemeinsame Berufung der Direktorenposition des Sorbischen Instituts mit der TU Dresden.

Hervorgehoben wurden vom Wissenschaftsrat auch die verstärkten Aktivitäten der neuen Leitung der Bibliothek und des Sorbischen Kulturarchivs des SI bei der Digitalisierung der Bestände. Außerdem wurde die Institutsleitung von der im Jahr 2014 beschlossenen halbjährlichen Berichtspflicht zur Umsetzung der Empfehlungen des Wissenschaftsrates entbunden.

Wendisches Museum in Cottbus / Chóśebuz

Erfreulich wurde zur Kenntnis genommen, dass der Stand der Umbaumaßnahmen im Wendischen Museum in Cottbus gut fortgeschritten ist, sodass mit der Eröffnung der neuen Dauerausstellung Anfang 2019 zu rechnen ist. Wie Berndt Weiße, Mitglied des Stiftungsrates und Dezernent der Stadt Cottbus berichtete, werden die baulichen und Statik beachtenden Maßnahmen Ende diesen Jahres abgeschlossen sein, in 2018 werde man sich der inhaltlichen Gestaltung der Präsentation widmen.

Möglich wurde die Schließung der Finanzierungslücke durch die Bereitstellung zusätzlicher Mittel in Höhe von 300.000 Euro durch die Stadt Cottbus. Das Wendische Museum in Cottbus ist von hoher Bedeutung nicht nur für die Sorben und Wenden in der Niederlausitz, sondern auch für das Land Brandenburg insgesamt.

Bereits am 4. April 2017 hatte sich der Stiftungsrat auf klare Prioritäten der Förderung für das Haushaltsjahr 2018 und die folgenden geeinigt. Die Beschlüsse sollen noch veröffentlicht werden.

Nach Informationen von Susann Schenk / Susann Šenkec, Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung für das sorbische Volk.

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  • Quelle: red | Fotos: garaonzo / Jan Pedersen, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 17.05.2017 - 09:59 Uhr
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