Integration durch Teilhabe: Landkreis und Stadt Bautzen kooperieren enger

Integration durch Teilhabe: Landkreis und Stadt Bautzen kooperieren engerBautzen / Budyšin, 29. September 2017. Damit junge Geflüchtete bessere Möglichkeiten bekommen, sich aktiv ins Gemeinwesen einzubringen, haben der Bautzener Landrat Michael Harig (CDU) und Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) eine Kooperationsvereinbarung mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung unterzeichnet.
Abbildung: Umfassende Bildung ist der beste Dünger für eine humane Gesellschaft.

Schlüssel zur besseren Integration sind gegenseitige Toleranz, Einbeziehung und Bildung

Schlüssel zur besseren Integration sind gegenseitige Toleranz, Einbeziehung und Bildung

V.l.: Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens, Landrat Michael Harig und Timon Perabo, Leiter des Programms "Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge" für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, unterzeichnen den Kooperationsvertrag.

Grundlage der Zusammenarbeit ist das Bundesprogramm "Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge". Dieses Programm soll dazu beitragen, dass geflüchteten Kinder und Jugendlichen ihr Grundrecht auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht wird. Dazu wollen die Vertragspartner nun gemeinsam eine Strategie entwickeln, mit der junge Geflüchtete im Landkreis und der Stadt Bautzen in die Gesellschaft integriert werden sollen. Damit das Vorgehen nachhaltig wirkt, sollen sowohl kurzfristige Maßnahmen umgesetzt als auch langfristige Veränderungen angestoßen werden.

Hauptziele der Kooperationsvereinbarung:

  • beim Übergang von der Schule in den Beruf sollen junge Geflüchtete frühzeitig informiert und begleitet werden.

  • Viele geflüchtete Kinder und Jugendliche machen in Deutschland Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismus, auch innerhalb ihrer eigenen Altersgruppe. Dem wollen der Landkreis und die Stadt Bautzen entgegenwirken.

  • Junge Geflüchtete sollen insgesamt an den sie betreffenden Gesprächen und Entscheidungen stärker eingebunden und kontinuierlicher beteiligt werden.

Damit tatsächlich eine positive Entwicklung eintritt, hat das neue Bündnis bereits ganz konkrete Maßnahmen vereinbart:

  • Geprüft wird, einen sogenannten Profilpass einzuführen. Der soll den möglichst reibungslosen Übergang von der Schule in einen Beruf ubnterstützen.

  • Im Sinne einer aktiven gesellschaftlichen Teilhabe sollen zudem Workshops mit jungen Geflüchteten und Familien durchgeführt werden.

  • Außerdem soll die politische Bildung junger Leute im Landkreis Bautzen generell verbessert werden. Das soll Diskriminierungen entgegenwirken. Bei der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis Bautzen werden deshalb Pilotprojekte zur politischen Bildung im Landkreis gestartet und ausgewertet.

    Zur Betreuung und Unterstützung der Maßnahmen bekommen die Vertragspartner einen Prozessbegleiter im Umfang von bis zu hundert Stunden zur Seite gestellt.

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    • Quelle: red | Foto kinder mit Büchern: StockSnap, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain; Foto Unterzeichnung: © Stadtverwaltung Bautzen
    • Zuletzt geändert am 28.09.2017 - 22:32 Uhr
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