Landrat in der Kammer

 

Bautzen / Budyšín | Königsbrück. Einer seit längerem offenen Einladung folgte der Bautzener Landrat Michael Harig, als er gemeinsam mit dem Königsbrücker Bürgermeister Heiko Driesnack am 29. Januar 2009 das Flugmedizinische Institut der Luftwaffe in Königsbrück besuchte. Der Einladende war Oberstarzt Dr. Bernd Brix, er gab seinen Gästen einen umfassenden Einblick in seine Einrichtung.

 

Zu Besuch im Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe in Königsbrück

 

Das Flugmedizinische Institut der Luftwaffe hat seinen zentralen Sitz in Fürstenfeldbruck und ist für die Luft- und Raumfahrtmedizin aller Teilstreitkräfte der Bundeswehr zuständig. Dazu gehören Piloten, Waffensystemoffiziere der Jetverbände, Transport- und Hubschrauberbesatzungen, Fliegerärzte, Flugmedizinische Assistenten und Flugbegleiter.

Eine der sechs Abteilungen, die Abteilung Flugphysiologie, hat ihren Sitz in Königsbrück. Besonders stolz ist man hier auf das hochmoderne Simulationszentrum, mit der modernsten und leistungsfähigsten Humanzentrifuge der Welt, einer hochdifferenzierten Höhen-Klima-Simulationskammer und einem modernen Disorientierungstrainer.

Man könne das Fliegen zwar lernen, es aber nicht wie ein Sportler trainieren, erklärte Abteilungsleiter Brix und kam damit zur Aufgabe des Instituts. Genau dieses „Lernen“ sei die Aufgabe des Luftfahrtmedizinischen Instituts. 160 Lehrgänge werden jährlich mit etwa 2.000 Lehrgangsteilnehmern durchgeführt. Zu den Teilnehmern gehören auch internationale Streitkräfte und die Wirtschaft, z.B. Airbus, welche das Institut zu Ausbildungszwecken nutzt.

Besonders beeindruckt zeigte sich der Landrat von der neu eingerichteten Nachtsichtdemonstrations- und Trainingsanlage. Anschließend saß er in der Höhen-Klima-Simulationskammer Probe allerdings nicht im Testlauf. In dieser Anlage werden die physischen Belastungen bei Unterdruck in Höhen bis zu 25.000 m simuliert. Neben der Ausbildung des Flugpersonals wird diese Anlage auch zur Simulation von Belastungen bei Einsätzen im Hochgebirge und zu Testversuchen mit Materialien genutzt.
Beachtlich ist, dass diese Anlage aus den 80er Jahren stammt. „Es ändert sich nur die Technik, nicht jedoch die physikalischen Gesetze. Das was der Mensch vor 20 Jahren unter Druckbelastungen erlebte, erlebt er heute noch“, so der leitende Dipl.-Ing. Johannes Miosga.

 
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  • Quelle: /red
  • Zuletzt geändert am 14.02.2009 - 00:41 Uhr
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