Der Arbeitsalltag für einen gesunden Rücken

Der Arbeitsalltag für einen gesunden Rücken Bautzen / Budyšin, 13. Dezember 2016. Im Jahr 2016 waren laut DAK Rückenschmerzen bisher die dritthäufigste Ursache für längere Fehlzeiten bei der Arbeit. Rund neun Prozent der Fehltage gehen nach dem Gesundheitsreport der TK im Jahr 2015 auf allgemeine Rückenleiden zurück. Das wäre jeder 19. Fehltag. Atemwegsinfektionen erwiesen sich als Spitzenreiter im Fernbleiben von der Arbeit. Dagegen lassen sich Rückenschmerzen in den meisten Fällen vermeiden. Oft reichte es, während der Arbeitszeit auf die Haltung zu achten.

Falsche und mangelnde Bewegung: Ursachen für Rückenschmerzen

  Falsche und mangelnde Bewegung: Ursachen für Rückenschmerzen

Massagen können vorbeugend wie auch bei der Heilung unterstützend wirken – wichtig sind in jedem Falle ärztlicher Rat und die medizinische Expertise des Masseurs. Gut beraten ist, wer Rückenbeschwerden konsequent vorbeugt.

Insbesondere Handwerks-, Lebensmittelherstellungs- oder Pflegeberufe sind von Rückenbeschwerden betroffen. Aber neben bewegungsverursachten Problemen sind es insbesondere Dauerzwangshaltungen, welche die Fehltage massiv mit verursachen – beispielsweise in der Logistikbranche und im Büroalltag.

Stehschreibtische oder höhen- und breitenverstellbare, ergonomische Drehstühle, wie sie beispielswiese über Onlinehändler wie KAISER+KRAFT zu erwerben gehen, sind aus diesem Grund kaum noch aus dem Büroalltag wegzudenken. Ein Schlüsselwort ist hierbei "Dynamik", denn es geht nicht so sehr um die richtige Haltung, als vielmehr um die Möglichkeit der Haltungsänderung und Bewegung. Wer dauerhaft in einer Position verharrt, riskiert Verschleiß. Dabei helfen schon zehn einfache Tipps dem entgegenzuwirken.

Zehn Tipps für einen gesünderen Rücken

  1. Alle Bewegungsmöglichkeiten nutzen
    Zu oft werden die Möglichkeiten ergonomischer Büromöbel nicht genutzt. Das schnelle Höhenverstellen des Schreibtischs oder des Drehstuhls sollten auch bei größerem Zeitdruck möglich sein.

  2. Wärme
    Wärme macht die Muskeln geschmeidig und kann Verspannungen lösen. Baden geht auf der Arbeit eher nicht, aber Wärmekissen oder heiße Tücher können als Abhilfe genutzt werden.

  3. Massagen
    Es klingt sicher trivial, aber regelmäßige Massagen können dabei helfen, Dauerverspannungen zu vermeiden. Oftmals können sie über die Krankenkasse abgerechnet werden. Manche Arbeitgeber bieten diese auch als Service für die Mitarbeiter an.

  4. Dem Schmerz nicht ausweichen
    Schmerzen sind unangenehm. Wer sie empfindet, versucht ihnen auszuweichen. Im Falle von Rückenschmerzen ist das keine gute Lösung: Die Schmerzen zeigen uns die Verspannungen, die durch ein Ausweichen nur verschlimmert werden. Statt eine Schonhaltung einzunehmen, sollte lieber eine komplett andere Arbeitshaltung eingenommen werden.

  5. Physiotherapie
    Der Begriff "Therapie" klingt nach "zu spät", aber tatsächlich kann der Physiotherapeut vorbeugend helfen. Bahnen sich Rückenschmerzen an, kann der fachlich kompetente Rat die heilende oder zumindest lindernde Reaktion aufzeigen.

  6. Allgemeine Fitness
    Bewegung am Arbeitsplatz bringt positive Effekte, aber regelmäßiger Sport stärkt das allgemeine Befinden und kann die Stützmuskulatur stärken. Es sollten dabei aber weniger das anspruchsvolle Gewichtheben als rückenschonende Tätigkeiten wie Nordic Walking oder Schwimmen sein.

  7. Übergewicht reduzieren
    Übergewicht an sich ist kein Grund zur Verzweiflung oder Scham. Aber je weniger Gewicht die Wirbelsäule stützen muss, desto weniger ist sie belastet. Ernährungsumstellungen und regelmäßige Bewegung sind hier mögliche Abhilfen.

  8. Gezielte Übungen für die Rückenmuskulatur
    Auch die Stützmuskulatur im Rücken kann trainiert werden: Einfache, regelmäßig ausgeführte Übungen wie die Brücke, der Katzenbuckel und der Kuhrücken dehnen und stärken entsprechende Muskelgruppen. Achtung: Bei bestehenden Beschwerden sollte vorher ein Arzt befragt werden.

  9. Psychologische Beschwerden ausschließen
    Stress und psychische Belastung sind mit Muskelverspannungen und erhöhter Schmerzwahrnehmung verbunden. Während Rückenschmerzen niemals rein psychosomatisch verursacht sind, können sie durch stressbedingte Muskelverspannung und Schmerzwahrnehmung intensiviert werden. Ein Gespräch mit dem Arzt kann Klarheit und Therapie bringen.

  10. Das Gespräch mit dem Arzt
    Selbstdiagnosen sind grundsätzlich nicht ratsam, so auch im Fall von Rückenschmerzen. Bei anhaltenden Beschwerden ist die Beratung durch den Fachmediziner unverzichtbar.

Mit Bewegung gegen eine der größten Volkskrankheiten

Laut Statistiken der DAK sind Rückenschmerzen als Ursache für Fehltage im ersten Halbjahr 2016 anteilig um 0,3 Prozent angestiegen. Diese Zahlen wurden zuletzt in den 1990er-Jahren verzeichnet. Glücklicherweise kann Vorbeugung, zum Beispiel mit den obigen Tipps, dabei helfen, dieser Tendenz entgegenzuwirken.

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  • Quelle: red | Foto schwarz-weiß: osteoclinic, Foto farbig: rhythmuswege / Jürgen Rübig, beide pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 12.12.2016 - 18:58 Uhr
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