Denkmaltag lockt tausende Besucher in Bautzens Denkmäler

Denkmaltag lockt tausende Besucher in Bautzens DenkmälerBautzen / Budyšin, 14. September 2017. "Macht und Pracht" war das Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals. Obwohl das Wetter passte, haben mit rund 10.000 weniger Besucher als in den meisten Vorjahren die Gelegenheit genutzt, sich ihnen sonst verschlossene Baudenkmäler anzusehen.

Umfangreiches Rahmenprogramm geboten

Umfangreiches Rahmenprogramm geboten

Bautzens historische Altstadt will entdeckt sein - am besten zu Fuß.

In Bautzen waren elf Baudenkmäler für die Interessierten geöffnet. Besonders großer Andrang herrschte in der Villa Weigang: Immerhin 1.863 Gäste ließen sich in den Bann des prächtigen Gebäudes ziehen. Auch der Stucksaal in der Ortenburg, geöffnet als "Lebendiges Denkmal", wurde zum Ziel zahlreicher Gäste. Insgesamt betrachteten hier 1.430 Besucher die Ausstellungen. "Damit wurden unsere Erwartungen weit übertroffen", ist Dietmar Stange vom Tourismusverein Bautzen zufrieden. Er freute sich besonders darüber, dass viele Besucher den Vorträgen im Stucksaal lauschten. Auch das Interesse am Ratssaal im Rathaus war groß. 995 Gäste informierten sich beim Architekten Axel Jäckel über die laufenden Restaurierungsarbeiten. Ihm gegenüber äußerten besonders viele Besucher den Wunsch, den Ratssaal auch nach seiner Fertigstellung besichtigen zu können.

Der "Tag des offenen Denkmals" bietet die Möglichkeit, bisher Unbekanntes zu entdecken – auch außerhalb des Stadtzentrums. Schon bevor das Herrenhaus Rattwitz am Vormittag öffnete, tummelten sich neugierige Besucher vor den Türen. Insgesamt 430 Personen schauten sich das ehemalige Rittergut in Alt-Rattwitz an, das bis 1999 als Pflegeheim genutzt wurde.

Besonders umfangreich gestalteten engagierte Helfer in diesem Jahr das Rahmenprogramm. So öffneten beispielsweise der Nicolaiturm und die Häuser in der Fabrikstraße 20-32 ihre Türen. Auch das Areal der Mönchskirchruine wurde für die Besucher zugänglich gemacht. Viele bekamen zum ersten Mal Gelegenheit, jenes Gelände zu besichtigen, das künftig als Veranstaltungsort genutzt werden könnte.

Auch der nahe gelegene Hauptmarkt war gut gefüllt. Hier konnten Buttons gebastelt, Kostüme probiert oder eigene Wappen entworfen werden. Um 17 Uhr war der "Tag des offenen Denkmals" zwar offiziell beendet – inoffiziell war aber noch lange nicht Schluss. Im Britze-Garten etwa gestaltete sich das Beisammensein so gemütlich, dass viele der Gäste länger blieben. Auch in der Ortenburg wollten viele Besucher zum offiziellen Ende noch nicht gehen. Entsprechend zufriedene Betreiber blicken auf einen gelungenen Tag des offenen Denkmals 2017 zurück.

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  • Quelle: red | Fotos: © www.beiermedia.de
  • Zuletzt geändert am 13.09.2017 - 23:28 Uhr
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