Mehr Geld für die "Stiftung für das Sorbische Volk"

Berlin, 3. Oktober 2015. Vorgestern hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in der Beratung über den Bundeshaushalt 2016 auf Antrag von CDU/CSU und SPD den Bundeszuschuss an die "Stiftung für das Sorbische Volk" um 1,1 Millionen auf insgesamt 9,3 Millionen Euro erhöht. "Damit sind die Voraussetzungen für den Abschluss des dritten Finanzierungsabkommens zwischen dem Bund und den Ländern Sachsen und Brandenburg bis 2020 geschaffen", so Thomas Jurk, Görlitzer Bundestagsabgeordneter (SPD) und Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages, in einer Erklärung.

Sorbische Sprache und Kultur bewahren

Damit stehen der Sorben-Stiftung ab dem Haushaltsjahr 2016 18,6 Millionen Euro - das ist ein Plus von 2,2 Millionen - zur Verfügung. Davon bringen der Freistaat Sachsen 6,2 Millionen Euro (unter Kabinettsvorbehalt) und das Land Brandenburg 3,1 Millionen Euro auf.

"Ich freue mich sehr, dass ich als Mitglied des Haushaltsausschusses mit dazu beitragen konnte, dass die kulturelle Vielfalt in Deutschland und Europa gestärkt und der Einsatz nationaler Minderheiten im Bereich der Völkerverständigung honoriert wird", macht Jurk deutlich.

Die "Stiftung für das sorbische Volk" war durch einen am 28. August 1998 unterzeichneten Staatsvertrag zwischen dem Land Brandenburg und dem Freistaat Sachsen errichtet worden. Noch am gleichen Tag wurde zwischen den beiden Ländern und dem Bund ein erstes Finanzierungsabkommen geschlossen.

CDU/CSU und SPD setzen mit dem aktuellen Finanzierungsabkommen ihre Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um, wonach es die sorbische Sprache und Kultur als Ausdruck der Identität des sorbischen Volkes zu bewahren gilt und die Arbeit der Stiftung für das sorbische Volk langfristig sichergestellt werden soll.

Teilen Teilen
Kommentare Lesermeinungen (0)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort
Weitere Artikel
 
  • Quelle: red
  • Zuletzt geändert am 02.10.2015 - 07:37 Uhr
  • drucken Seite drucken