Krisenstab arbeitet weiter konzentriert
Bautzen / Budyšín. In der täglichen Sitzung des Krisenstabes, den Oberbürgermeister Christian Schramm zur Beseitigung der Flutschäden einberufen hat, wurden am 10. August 2010 die Ergebnisse der Schadenserfassung vom Vortag diskutiert. Danach wurde mit Befriedigung festgestellt, dass die Sperrmüllentsorgung durch das Abfallwirtschaftsamt sehr gut angelaufen ist. Auch die Versorgung mit Strom und Wasser ist in allen Fällen gewährleistet. Besonderer Wert wurde auf die Erfassung sozialer Problemfälle gelegt. Hier sind die Verantwortlichen mit Betroffenen im Gespräch, haben erste Lösungen gefunden und werden auch weiter sehr um Hilfe bemüht sein. Um auch weiterhin die akuten Probleme der Betroffenen erfassen zu können, werden ab sofort Gemeindevollzugsbedienstete entlang der Spree unterwegs sein. In Gesprächen werden sie die Sachlage erfassen und entsprechende Maßnahmen einleiten. Zusätzlich bleibt das Wirtschaftsförderungsamt mit Gewerbetreibenden im Gespräch.
Das Amt für Arbeit und Soziales (AfAS) hat der Stadt die Genehmigung erteilt, die 36 bislang für die Stadtreinigung beschäftigten Männer und Frauen für die Schadensbeseitigung einteilen zu dürfen. Parallel hat der Direktor des Philip-Melanchthon-Gymnasiums die Hilfe von Schülern angeboten. Die Koordinierung obliegt der Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen mbH.
Probleme bestehen noch bei einigen Abwasserpumpwerken, die von den Wassermassen stark beschädigt worden sind. Voraussichtlich zum Ende der Woche wird der wesentliche Teil wieder seine Arbeit verrichten. Bis dahin soll auch eine Erfassung aller Schäden an Straßen, Gebäuden und Ufermauern vorliegen. Die zum Teil komplizierten Eigentumsverhältnisse und Verantwortlichkeiten werden dann geklärt.
Besonderes Augenmerk liegt jetzt auf der Bereinigung des Flussbettes, der Brücken und der Uferzonen. Hier wird es Absprachen mit Feuerwehr und Flussmeisterei geben, damit Treibgut bei erneutem Starkregen nicht für zusätzliche Gefahren sorgt.
Insgesamt schätzt Oberbürgermeister Christian Schramm die Situation als den Umständen entsprechend beherrschbar ein: „Die Menschen sind traurig und schockiert, einigen wird erst jetzt das gesamte Ausmaß ihrer Situation bewusst. Dennoch bleiben die Diskussionen sachlich, weil unsere Hilfsbemühungen erkennbar sind“.
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- Quelle: red
- Zuletzt geändert am 10.08.2010 - 12:40 Uhr
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