Bautzen setzt auf modernes Design
Bautzen / Budyšín. Bautzen modernisiert sein städtisches Erscheinungsbild. Hintergrund ist ein Beschluss des Bautzener Stadtrates vom September 2008 zur Umsetzung eines Stadtmarketingkonzepts. Die Aufgabenstellung bestand darin, Bautzen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens noch bekannter zu machen. Der „Markt der Städte“ ist stark umkämpft. Das Amt für Pressearbeit und Stadtmarketing will daher in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Bildung, Unterhaltung, Religion und Tourismus Produkte entwickeln, die die entsprechenden Zielgruppen zu einer Zusammenarbeit mit der Stadt animieren. Dabei gehe es nicht darum, die Stadt grundsätzlich neu zu erfinden - vielmehr stehe die Bündelung vorhandener Ideen und Aktiver im Mittelpunkt, um Ressoucen sinnvoll zu verwalten und die Ziele besser zu erreichen.
Neue Tafeln für Geschichtspfad machen modernes Stadt-Design sichtbar

Designer Ralf Reimann (li.) und Götz Müller vom Kulturbüro der Stadtverwaltung zeigen die alte und neue Tafel des Geschichtspfades.
Im städftischen Erscheinungsbild soll Bewährtes erhalten wetrden und Neues mit Bedacht einfließen. So entschied sich der Stadtrat im Februar 2010 für die Veränderung des Stadtlogos. Die grundsätzlichen Gestaltungselemente Türmelogo sowie deutscher und sorbischer Stadtname blieben erhalten und wurden auch in ihrer Anordnung nicht verändert. Da man mit dem Logo bereits einen Wiedererkennungseffekt erreicht hatte, wurde lediglich die Schriftart ausgetauscht. Die Serifenschrift „Times New Roman“ gehört seitdem nicht nur im Logo, sondern im gesamten Schriftverkehr der Stadtverwaltung Bautzen der Vergangenheit an. Ab sofort wird in allen Druckerzeugnissen die Schrift „Meta“ verwendet, die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter arbeiten mit der „Tahoma“.
Neu im Gestaltungshandbuch ist auch ein Farbcode, der bestimmte Themen transportieren soll. Er erscheint bei Druckwerken als schmaler Querstreifen auf der Titelseite. Geht es inhaltlich um die Verwaltung, ist der Balken blau. Wirtschaft und Bildung gehen mit der Farbe Hellrot einher, Tourismus ist orange, Kultur purpurrot, Sport und Freizeit grün.
Der Balken beinhaltet eine weitere wesentliche Neuerung: einen Werbeslogan. Slogans sind die Essenz der Markenstrategie. Sie vermitteln in komprimierter Form die Werte und den Anspruch einer Marke bzw. eines Produkts und sind so grundlegender Teil des langfristigen Imageaufbaus. Die Stadt bedient sich eines Slogans, der sich aus zwei Sätzen und vier Wörtern zusammensetzt. Der erste Satz beginnt immer mit „Viel(e) ….“, der zweite Satz mit „Gut(e) ….“. Dazu werden Worte kombiniert, die eine Beziehung zum Inhalt der Publikation herstellen. „Viele Türme. Gute Aussicht.“ oder „Viel Schule. Gute Bildung.“ oder „Viele Veranstaltungen. Gute Stimmung“ oder „Vieles entdecken. Gutes erkennen.“ - die Möglichkeiten sind nahezu endlos.
2010 wurden durch das Amt für Pressearbeit und Stadtmarketing insgesamt 39 Faltblätter, Plakate und Broschüren überarbeitet bzw. komplett neu erstellt. Die Stadt wird über ihre Printprodukte wieder klar identifizierbar und erscheint zudem zeitgemäß, farbig und frisch.
Neue Schilder
Neben den Druckwerken wurden und werden Stück für Stück auch Beschilderungen im öffentlichen Raum ausgetauscht. Erstmals in größerem Rahmen sichtbar wird dies bei den Schildern für den Bautzener Geschichtspfad.
Dabei blieb man dem Gestaltungsprinzip treu. Die grundsätzliche Aufteilung blieb erhalten: Logo, Laufrichtung, Objektnummer und Erläuterung blieben an der gleichen Stelle. Auch die Objektbezeichnung erfolgt unverändert in deutscher, sorbischer, englischer und französischer Sprache. Da es sich um ein touristisches Produkt handelt, wurde ein orangefarbiger Balken untergebracht. Der enthält in diesem Fall aber keinen Slogan sondern die Produktbezeichnung „Bautzener Geschichtspfad“ in deutscher und sorbischer Sprache.
Neben der Gestaltung wird hier auch Wert auf edlere und praktischere Materialien gesetzt. Waren die Schilder bislang sehr vandalismusanfällig, bestehen die neuen aus gekantetem Blech, das auf einen fest verankerten Rahmen aufgeschraubt wird. Das sieht nicht nur besser aus, es ist zudem gerade auf unebenen Untergründen erheblich stabiler. Die zunächst etwas größere Investition macht sich spätestens nach zwei Jahren bezahlt. Mit der Tafel am Rathaus wurden die ersten 28 Tafeln des inneren Ringes ausgetauscht. In den nächsten beiden Jahren sollen je nach den finanziellen Möglichkeiten auch die übrigen 46 Tafeln ausgetauscht werden.
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- Quelle: red | Fotos: Stadtverwaltung Bautzen
- Zuletzt geändert am 28.01.2011 - 22:54 Uhr
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