Treppenlifte – eine echte Erleichterung im Alltag

Treppenlifte – eine echte Erleichterung im AlltagBautzen / Budyšin, 17. Dezember 2019. Wenn Menschen älter werden treten immer mehr Zipperlein auf und die Bewältigung alltäglicher Aufgaben fällt schwerer im Gegensatz zu früher. Ursachen hierfür sind beispielsweise Arthrose, Rheuma oder andere Gelenkerkrankungen. Sie erschweren das Treppensteigen oder machen es sogar völlig unmöglich. In diesem Fall schafft eigentlich ein Treppenlift Abhilfe, doch aufgrund der hohen Anschaffungskosten scheuen viele Betroffene die Investition und versuchen sich, wenn irgendwie möglich, unter Schmerzen auf den Stufen fortzubewegen. All dies beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich, doch sein muss das nicht.

Abbildung: Im Alter resignieren Betroffene schnell vor der Bürokratie. Dann ist es gut, jemanden zur Seite zu haben, der sich um Anfragen und Anträge kümmert

Foto: Sabine van Erp, Pixabay License

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Finanzielle Hilfen für einen Treppenlift sind möglich

Interessenten oder Betroffene sowie Angehörige sollten sich im Vorfeld über Treppenlifte gut informieren. An dieser Stelle ist es hilfreich, sich von verschiedenen Anbietern Angebote unterbreiten zu lassen. Dies ermöglicht einen Vergleich und die tatsächlichen Kosten können besser abgeschätzt werden. Übrigens: Für die Anschaffung können finanzielle Hilfen bei verschiedenen Stellen beantragt werden.

Ein Treppenlift in einer Mietwohnung

Sogar Mieter dürfen einen Treppenlift anbringen lassen. Es ist nach § 554a Abs. 1 BGB ein Recht, die eigene Wohnung betreten und verlassen zu können, ohne auf die Hilfe anderer Personen angewiesen zu sein. Der Vermieter muss den Einbau in der Regel dulden und könnte nur bei Gefährdung anderer Hausbewohner widersprechen. Dies wäre der Fall, wenn diese das Treppenhaus nicht mehr gefahrlos passieren können. Für denkmalgeschützte Häuser, bei denen die Erhaltung ohne potenzielle Veränderung das oberste Ziel ist, gelten jedoch noch einmal andere Bestimmungen. Hier könnte der Einbau eines Treppenlifts gegebenenfalls verhindert sein.

Bestehen keine Hindernisse für den Einbau, müssen die Nutzer der Anlage allerdings selbstständig für die Anschaffungs- und Montagekosten aufkommen. Zudem könnte die Höhe der Mietkaution nachträglich steigen, da der Treppenlift nach Auszug zurückgebaut werden muss und dieses Geld gegebenenfalls dafür aufgewendet wird.

Förderung des Treppenlifteinbaus

Der Einbau eines Treppenlifts kann unter Umständen finanziell gefördert werden: Die Krankenkasse bzw. Pflegekasse bietet einmalig bis zu 4.000 Euro, um die Wohnung barrierefrei zu gestalten. Voraussetzung für die Förderung ist das Bestehen eines Pflegegrades; dabei reicht schon Pflegestufe 1.

Doch ebenso könnte ein Förderungskredit der KfW-Bank in Betrachtung gezogen werden, da größere bauliche Veränderungen vorgenommen werden müssen, die den Wert des Objektes steigern. In einigen Fällen sind auch Job-Center oder die Berufsgenossenschaft die richtigen Ansprechpartner. Letzteres gilt zum Beispiel, wenn die Gehbehinderung durch einen Arbeitsunfall entstand. Falls diese jedoch nur für einen kurzen Zeitraum bestehen sollte, ist der Tipp, einen Treppenlift zu mieten anstatt zu kaufen.

Treppenlifte auch nach Unfällen hilfreich

Nach einem schweren Unfall benötigen Patienten oft viel Zeit, bis sie vollständig geheilt sind. Wurden beispielsweise bei einem Sturz oder Verkehrsunfall Wirbelsäule oder Beine in Mitleidenschaft gezogen, stellen Treppen eine große Herausforderung dar. Hier kann ein Treppenlift dabei helfen, das Treppensteigen zu vermeiden und die betroffenen Körperteile nicht zu überanspruchen. In diesem Fall sind Krankenkasse oder Unfallversicherung die richtigen Ansprechpartner für die finanzielle Unterstützung. Sofern das Haus über eine gerade Treppe verfügt, kann ein gebrauchter Treppenlift die Kosten erheblich senken.

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  • Quelle: red | Foto: sabinevanerp / Sabine van Erp , Pixabay License
  • Erstellt am 17.12.2019 - 23:03Uhr | Zuletzt geändert am 17.12.2019 - 23:35Uhr
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