Gegen Corona: praktische Schritte gefragt

Gegen Corona: praktische Schritte gefragtBautzen / Budyšín, 7. Januar 2021. Von Thomas Beier. Verfolgt man die Diskussionen rund um die Maßnahmen, mit denen die Corona-Pandemie eingedämmt werden soll, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass in sehr vielen Fällen allein persönliches Geltungsbedürfnis, Klientelpolitik und politisches Kalkül insgesamt aufgefahren werden – die Stimmen der ausgewiesenen Fachleute gehen in dieser Kakophonie, die von vielen Medien noch befeuert wird, unter.

Die Bekämpfung der Corona-Pandemie ruht auf drei Säulen: Kontaktvermeidung, Impfung und aerosolarmer Luft

Foto: LuAnn Hunt, Pixabay License

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Wissenschaft und Technik statt fruchtloser Diskussionen

Thema: Coronavirus

Coronavirus

Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) verlaufen pandemisch. Lebensgefahr besteht bei einer Erkrankung an Covid-19 vor allem für Immungeschwächte und Ältere. Vielfältige Maßnahmen sollen die Ausbreitung verlangsamen, um medizinische Kapazitäten nicht zu überlasten sowie Zeit zur Entwicklung eines Medikamentes und eines Impfstoffs zu gewinnen. Im Blickpunkt stehen auch die Wirtschaft und soziale Auswirkungen.

Trotz des ernsten Ausmaßes der Corona-Pandemie versucht so mancher, sein Schäfchen ins Trockene zu bringen und sich zu profilieren, anstelle ans große Ganze zu denken. Wie anders soll man es interpretieren, wenn maßgebliche Vertreter von Elternvereinigungen gegen befristete Schulschließungen und Ferienverlagerungen protestieren, weil dadurch etwa die Urlaubsplanung gefährdet sei? Oder wenn SPD-Vertreter gegen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wegen zu geringer Impfstoffmengen schießen, wohl wissend, dass Spahn in der Coronakrise einen hervorragenden Job macht, aber – so darf vermutet werden – in seinem Renommee beschädigt werden muss, um ihn als Kanzlerkandidaten zu verhindern?

Wie so oft muss man, wenn jemand eine Meinung vertritt, neben dem Richtig und Falsch – dessen Einschätzung meist eh den Interessen bestimmter Gruppen unterliegt – vor allem nach den Motiven fragen. Anstelle zur Problemlösung beizutragen können Motive durchaus das Bedienen des eigenen Egos, die Zustimmung durch Verbandsmitglieder oder potentieller Wähler oder das Nagen an den Pfeilern der Demokratie sein. Lässt man all jene, die nur rhetorische Heißluft produzieren, beiseite, dann bleiben wohl nur 15 bis 20 Prozent übrig, die substanzielle und lösungsorientierte Beiträge liefern.

Ein Beispiel für reflexhafte Reaktionen ist die Frage, ob das Tragen einer Atemwegsbedeckung, unzutreffend auch Mund-Nasen-Schutz – weder Mund noch Nase werden geschützt und wer schon hat mehrere Nasen – genannt, wirksam ist. Hier zeigt sich, dass das Entweder-Oder-Denken schlichter Gemüter schnell an Grenzen stößt. Ja, eine FFP2-Maske schützt besser als ein Stofftuch, wenn auch nicht absolut. Die einfache Stoffmaske schützt den Träger jedoch auch und zwar befristet vor rund zwei Drittel der in Aerosolen herumschwirrenden Coronaviren und hält grob ein Drittel der ausgeatmeten Viren zurück – das ist besser als nichts und erinnert an das Prinzip, nach dem es besser ist, überhaupt etwas statt gar nichts zu tun.

Virenbelastung der Luft senken

Ausreichend ist die Atemwegsbedeckung allerdings eher nicht, wenn sich relativ viele Menschen über längere Zeit in einem Raum aufhalten. Ist jemand unter den Anwesenden infiziert, wird sich die Konzentration seiner infizierten Atemtröpfchen im Raum nach und nach steigern. Dem entgegenwirken kann man nur durch das empfohlene häufige und gründliche Lüften, das gerade im Winter jedoch an Grenzen stößt. Hier sind als Vorsichtsmaßnahme Luftreiniger gefragt, die weit energieeffizienter sind, als im Winter die gesamte Raumluft auszutauschen. Technisch zu realisieren ist eine weitestgehend virenarme Atemluft mit solchen mobilen oder leicht zu installierenden Geräten übrigens weit unaufwendiger, als komplette Ent- und Belüftungssysteme inklusive der dann notwendigen Wärmetauscher einzubauen, für außerdem eine ingenieurtechnische Projektierung nötig wäre.

Der Weg aus der Krise

Der Lockdown, der auf Kontaktvermeidungen hinausläuft, ist im Potpourri möglicher Anti-Corona-Maßnahmen nur die eine Seite der Medaille. Wer mit Geräten zur Corona Raumluftdesinfektion in saubere Raumluft investiert, leistet einen wesentlichen Beitrag zur Überwindung der Pandemie – und zwar nicht befristet wie der Lockdown, sondern auf Dauer. Nicht nur, dass solche Geräte potentielle Krankheitserreger wie Viren, Bakterien und Pilzsporen mittels UV-C Licht – also völlig chemiefrei – unschädlich machen, sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Rückkehr in ein normales Leben.

Wie auch immer: Der Weg aus der Pandemie wird ein langer sein, denn es gibt eine ganze Reihe von Engpässen, die zur Verzögerung des Erfolgs der Pandemiebekämpfung beitragen, etwa:


    • erst nach und nach können ausreichende Impfstoffmengen bereitgestellt werden
    • Impfzentren und mobile Impfteams haben naturgemäß beschränkte Kapazitäten
    • die Impfbereitschaft in der Bevölkerung ist relativ gering und wird von den Impfverweigerern im Pflegebereich noch weiter gedämpft
    • einen nennenswerte Anzahl von Menschen lehnt die Anti-Epidemie-Maßnahmen demonstrativ ab und gefährdet damit vor allem andere
    • aus anderen Regionen oder Ländern werden Coronaviren immer wieder neu eingeschleppt

Das bedeutet: Mit einer weitgehenden Ausrottung des Coronavirus SARS-CoV-2 und seiner Mutationen ist auf weite Sicht nicht zu rechnen. Neben den allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen Abstand, Hygiene, Atemwegsbedeckung und Lüften werden zusätzliche technische Lösungen unabdingbar sein, um Schulbetrieb, Gastronomie, Theater, Konzert, Kino, Versammlungen und Vereinsarbeit, Sport und anderes mehr zu ermöglichen.

Während Betreiber und Verantwortliche sich spätestens jetzt mit solchen Lösungen befassen müssen ist die Politik gefragt, die entsprechenden technischen Auflagen beziehungsweise Anforderungen zu definieren.

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  • Quelle: Thomas Beier | Foto: huntl / LuAnn Hunt, Pixabay License
  • Erstellt am 07.01.2021 - 15:47Uhr | Zuletzt geändert am 07.01.2021 - 17:14Uhr
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