Thrombergstraße ab 11.11. frei

Bautzen / Budyšín. Am letzten Märztag begannen die Arbeiten zum grundhaften Ausbau der Thrombergstraße zwischen Privatweg und Buswendeschleife. Der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung hatte Bedarf zur Erschließung bzw. Erneuerung von Abwasseranlagen in diesem Bereich angemeldet. Auch die Energie- und Wasserwerke wollten Trinkwasser-, Gas- und Elektroleitungen erneuern. Zusätzlich vorgesehen war die Neuverlegung eines Antennenkabels durch die Comtec OHG sowie die Erdverlegung von Kabeln der Deutschen Telecom AG. Die Beschaffenheit der Straßendecke wird jedem noch in Erinnerung sein, der die Thrombergstraße befahren hat: abgefahrenes Kleinsteinpflaster, hohe Wölbung, Unebenheiten. Die Folge war eine hohe Lärmentwicklung und für Radfahrer war der Belag nicht ganz ungefährlich. Also musste auch die Straßendecke erneuert werden.

Bau nicht ohne Schwierigkeiten

Die Bündelung von Maßnahmen ist in der Stadt bereits übliche Verfahrensweise, schließlich werden dadurch Bauabläufe auf einen überschaubaren Zeitraum dezimiert und die Kosten gesenkt. Beides sind klare Vorteile für die Anwohner, die mit Straßenbaumaßnahmen zeitweise erheblich eingeschränkt sind und zudem an den Baukosten beteiligt werden.

Wie viele andere Baustellen auch, war die Thrombergstraße nicht völlig problemfrei. Zwar wurde der Durchgangsverkehr umgeleitet, die Erreichbarkeit von Grundstücken und Firmenniederlassungen musste jedoch gewährleistet bleiben. Das gleiche galt für den ÖPNV, der eine provisorische Buswendeschleife nutzen musste. Dann gab es auch noch technologische Schwierigkeiten bei einigen Hausanschlüssen und den Trinkwasserleitungen. Als dann endlich die Asphaltschicht eingebaut werden sollte, spielte das Wetter nicht mehr mit, es regnete unaufhörlich. Am Ende wurde der ursprüngliche und scheinbar sehr knapp bemessene Fertigstellungstermin um einen Monat verfehlt.

Trotzdem fällt die Bilanz nicht nur negativ aus: Bei allen Belastungen haben die Anwohner stets versucht, Verständnis aufzubringen. Das ist leider nicht immer üblich und deshalb erwähnenswert.

Ab 11. November können Autos wieder über die Thrombergstraße fahren. Die ist dann mit einer Asphaltschicht belegt und hat aus Platzgründen nur einseitig einen Gehweg aus Betonsteinpflaster. Der wechselt in Höhe des Sportplatzes die Straßenseite und wird nachts von neuen Straßenlaternen beleuchtet. Die Haltestellen der Stadtlinie bzw. des Überlandverkehrs sind zwar umgestaltet, aber an den gewohnten Orten. Der Wertstoffcontainerplatz wurde vom Rand in das Innere der Buswendeschleife verlegt, Gehölze runden das Erscheinungsbild ab.

Für diesen 520 Meter langen Teilabschnitt der Thrombergstraße entstanden Baukosten in Höhe von ca. 670.000 Euro, etwa 260.000 Euro für den Straßenbau werden durch den Freistaat gefördert.

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  • Quelle: /red
  • Zuletzt geändert am 06.11.2008 - 15:27 Uhr
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