Aktien 2019: Macht ein Investment noch Sinn?

Aktien 2019: Macht ein Investment noch Sinn?Bautzen / Budyšin, 26. November 2018. Auch in der Oberlausitz – nicht unbedingt einkommenstärkste Region in Deutschland – wollen die Leute ihr Geld anlegen. Viele Experten raten angesichts der Zinsflaute zu Aktien, offenbar mit Erfolg, denn wohl nicht ohne Grund blenden TV-Sender häufig die aktuellen Kurse ein und berichten vom Börsengeschehen. Doch welche Aktien haben Ertragsaussicht, welche bieten ausreichend Sicherheit? Jetzt, wo sich das Jahr 2018 mit großen Schritten dem Ende zu neigt, ist es keine Überraschung, dass sich immer mehr Analysten wie Experten bereits mit dem kommenden Jahr und den möglichen Entwicklungen beschäftigen. So auch David Kostin, einer der Top-Strategen von Goldman Sachs, der den Börsianern rät, weiterhin das Geld in Unternehmen zu investieren, die ein starkes Umsatzwachstum haben. Folgt man hier den Analysen von Goldman Sachs, so sollte man im nächsten Jahr sein Geld in Amazon (prognostiziertes Umsatzwachstum für 2019: 22 Prozent), Netflix (25 Prozent), Facebook (27 Prozent), Vertex Pharmaceuticals (22 Prozent), Autodesk (27 Prozent) oder auch in Pentair (22 Prozent) stecken. Wer sich noch auf der Suche nach einem Broker befindet, der kann sich im Vorfeld auf brokervergleich.net mit den diversen Anbietern befassen.

Möglicherweise empfehlenswerte DAX-Titel: Adidas und Thyssenkrupp

Möglicherweise empfehlenswerte DAX-Titel: Adidas und Thyssenkrupp

Wer auf gemanagte Aktiendepots setzt, lebt ruhiger. Größere Chancen (und Risiken) jedoch kann man bei Einzelwerten erreichen, die man in seinem Bestand selber aktiv managen kann

Die Ergebniskurve geht weiterhin nach oben. Auch wenn die letzten Tage wie auch Wochen für den DAX durchaus turbulent waren, so stehen die Chancen dennoch gut, dass die im deutschen Leitindex notierten Unternehmen im nächsten Jahr die Grenze der 100 Milliarden Euro überspringen könnten. Das derzeitige Gewinnplus, das im kommenden Jahr erreicht werden könnte, liegt – so die aktuellen Prognosen – bei rund einem Zehntel.

Berücksichtigt man den Rat von David Kostin, auch im kommenden Jahr sein Geld in Unternehmen fließen zu lassen, die ein starkes Umsatzwachstum vor sich haben, so sollte man sich als Anleger, wenn man in DAX-Titel investieren möchte, mit Adidas sowie Thyssenkrupp befassen. Adidas wird zugetraut, das Ergebnis je Aktie im nächsten Jahr um 20 Prozent zu steigern. Somit könnte der Sportartikelhersteller die Erfolge der letzten Jahre wiederholen.

Des Weiteren besteht die Chance, dass die Umsatzgrenze von 20 Milliarden Euro erzielt wird. Damit aber noch nicht genug: Folgt man den Angaben von Kasper Rorsted, dem Vorstandschef von Adidas, so will man bis zum Jahr 2020 einen jährlichen Umsatz zwischen 25 Milliarden Euro und 27 Milliarden Euro erzielen. Zudem möchte man auch den Umsatz im Online-Bereich steigern - dieser soll von 1,5 Milliarden (2017) auf vier Milliarden (2020) Euro klettern.

Bei Thyssenkrupp geht die Gewinnkurve ebenfalls nach oben. 2019 erwartet der im DAX notierte Konzern ein Plus von 40 Prozent. Derzeit haben die Wachstumsfantasien des Unternehmens aber noch keinen positiven Einfluss auf den Aktienkurs – dieser ist zuletzt sogar gefallen. Der Grund? Die angekündigten US Strafzölle auf Aluminium- wie Stahlimporte. Der Konzern sieht sich aber nicht betroffen: "Das Engagement in den USA ist ausgesprochen gering." Der Rücksetzer könnte durchaus positiv zu werten sein – wer nämlich jetzt in Thyssenkrupp investieren will, der muss nicht so tief in die Tasche greifen.

Prognose für 2019: Stürzt der DAX unter die 10.000 Punkte-Grenze?

Doch all jene, die jetzt in Aktien investieren, müssen sich bewusst sein, dass der Bullenmarkt, der fast das gesamte Jahr 2018 regiert hat, im kommenden Jahr wohl keine Fortsetzung finden wird. So sind etwa die Analysten von Capital Economics der Ansicht, dass etwa der Aufwärtstrend des S&P 500 enden wird: Ende 2019 soll sich der S&P 500 bei 2.300 Punkten einpendeln - das wäre, berücksichtigt man das derzeitige Niveau, ein Minus von 20 Prozent. Auch für den DAX gibt es düstere Prognosen - dieser könnte sogar unter die 10.000 Punkte-Grenze fallen.

Teilen Teilen
Stichörter Stichwörter
Kommentare Lesermeinungen (0)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort
Weitere Artikel
 
  • Quelle: red | Foto: mohamed_hassan / mohamed Hassan, Grafik: geralt / Gerd Altmann, beide Pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 26.11.2018 - 14:00 Uhr
  • drucken Seite drucken