Weihnachtszeit ist Lichterzeit

Weihnachtszeit ist LichterzeitBautzen / Budyšín, 19. November 2021. Von Tina Beier. Traditionell ist die Weihnachtszeit eine Zeit der Lichter. Die vielen Lichter in den Stuben und in den Fenstern strahlen Wärme und Gemütlichkeit aus, sobald schon am späten Nachmittag die Dunkelheit einsetzt. Doch warum leiden so viele Menschen unter der sogenannten Winter- oder Novemberdepression, einer saisonalen depressiven Verstimmung, die oft erst im Frühjahr endet? Wie kommt es dazu und was kann man dagegen tun?

Abb.: Besonders in der Oberlausitz verbreitet sind die Herrnhuter Sterne

Foto: Frauke Riether, Pixabay License

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Dem Novemberblues entrinnen

Dem Novemberblues entrinnen

Kerzen stehen für Trauer, vor allem aber für Hoffnung und nicht zuletzt Gemütlichkeit

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Eine sogenannte Winter- oder Novemberdepression, auch Novemberblues genannt, ist von einer echten Depression zu unterscheiden. Eine Depression ist keine depressive Verstimmung, sondern eine anerkannte, schwerwiegende und ärztlich behandlungsbedürftige Erkrankung, wohingegen bei einer saisonalen Verstimmung der Betroffene zwar gegebenenfalls ärztlichen Rat einholen sollte, vor allem aber selbst einiges dagegen unternehmen kann. Eine besondere Rolle kommt dabei der Vorbeugung zu.

Betroffen von zweitweiligen depressiven Verstimmungen sind rund neun Prozent der Bevölkerung, davon zu einem Dreiviertel Frauen. Frauen leiden wohl eher an dieser Verstimmung, weil sie im Laufe ihres Lebens einigen Hormonschwankungen unterliegen: Die Menstruation, Schwangerschaften, das Wochenbett und die Wechseljahre haben ihren Einfluss. Auch Stress, Trennungen und der Tod eines geliebten Menschen kann zur Auslösung einer depressiven Verstimmung beitragen. Erste Informationen und Hilfestellungen zur Winterdepression bietet die Stiftung Deutsche Depressionshilfe online an.

Wie man sich sich die dunkle Jahreszeit "versüßen" kann

Manch einer würde sich in dieser dunklen Jahreszeit wünschen, wie ein Igel in den Winterschlaf zu fallen – die Tage sind kurz und schnell bricht die Dunkelheit ein, wer hat dann nicht mit einer gewissen Müdigkeit zu kämpfen? Der Mensch braucht nun einmal Licht. Wohl dem, der einen Hund hat und bei Wind und Wetter ins Freie geht, denn das tut dem Organismus und der Stimmung gut. Wenn man nach einem Spaziergang wieder ins Warme kommt und der Ofen bullert, wird es richtig gemütlich. Das gehört zur Vorfreude auf Weihnachten.

Wichtig ist, die dunkle Jahreszeit nicht zu abzusitzen, sondern sich zu beschäftigen. Lesen, Malen, Basteln, vielleicht auch mit den Kindern oder Enkeln. Dieser werden sich ein Leben lang gern an die Zeiten erinnern, zu denen die Erwachsenen viel mit ihnen unternommen haben. Jetzt, wo die Weihnachtszeit näher kommt, wächst von Woche zu Woche ihre Aufregung. Für Kinder ist Weihnachten nun einmal das Größte, ihre Aufregung steckt alle an und verbreitet viel Freude.

Mit Kindern Kerzen ziehen – Weihnachtsgeschenke selbst herstellen

Warum nicht anderen mit Kerzen warmes Licht bringen, damit sie in der dunklen Jahreszeit ein gemütliches Heim haben? Kerzen selber zu ziehen erfordert keinen großen Aufwand: Gesammelte Wachsreste und Kerzenstummel können zu diesem Zweck wieder eingeschmolzen werden. Benötigt werden nur neue Dochte, hitzebeständige Behälter oder Formen zum Eingießen des Wachses und natürlich ein alter Topf, in dem das Wachs auf dem Herd geschmolzen werden kann. Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und mit Kindern oder Enkelkindern selber Kerzen ziehen will, findet natürlich auch darüber Informationen im Internet.

Eine sehr schöne und beliebte Idee sind echte Bienenwachskerzen. Die Wachsplatten hierzu findet man in Bastelläden oder man erkundigt sich bei einem örtlichen Imker, wie sie etwa im Bienenzüchterverein Unteres Spreetal Bautzen e.V. anzutreffen sind, nach weiteren Quellen für das Kerzenmaterial. Diese Art Kerzen herzustellen ist wohl die einfachste Art und Weise, denn der Docht wird hierzu nur in die Wachsplatte eingerollt und schon ist die Kerze fertig. Da können auch schon die Kleinsten fleißig mithelfen.

Die neue Pandemiewelle macht alles nicht einfacher

Wieder müssen soziale Kontakte aus Sicherheitsgründen reduziert werden, ganz egal, ob man geimpft ist oder nicht. Fernreisen zu den Angehörigen wollen viele nicht buchen, denn niemand weiß genau, wie die Dinge sich entwickeln werden – sicherlich nicht zum Besten in den kommenden Wintermonaten. Also heißt es "safety first". Ein großes Glück für alle ist die moderne Kommunikationstechnologie, wir können telefonieren, die Videotelefonie nutzen und chatten. Das ersetzt natürlich nicht den persönlichen und direkten Kontakt, aber es hilft.

Liebevolle Päckchen packen, mit selbstgebackenem Gebäck und einem Likörchen, darüber freut sich wohl jeder. Eine besondere Idee zum Beilegen ist eine Juwelkerze. Die verbreitet nicht nur ein hauchfeines Aroma, sondern verbirgt einen überraschenden Clou: Es findet sich im Wachs der Juwelkerze ein Schmuckstück aus echtem Sterlingsilber, einer Legierung aus 92,5 Prozent reinem Silber. So ein Glücksbringer, der zu erschwinglichem Wert Wertschätzung ausdrückt, und ein paar liebe Worte dazu machen jeden warm ums Herz und fröhlich. Genau darauf kommt es an in der dunklen Jahreszeit.

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  • Erstellt am 19.11.2021 - 10:23Uhr | Zuletzt geändert am 19.11.2021 - 12:53Uhr
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