Stadtarchiv Bautzen: Urkunden werden digitalisiert

Bautzen / Budyšín. Der Urkundenbestand des Stadtarchivs Bautzen reicht bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück. Es handelt sich dabei um die ältesten Archivalien, darunter Zeugnisse aus den Anfängen Bautzens als Stadt. Festgehalten und so überliefert wurden verbrieftes Recht des alten Bautzener Rates, ausgestellt von verschiedenen Landesherren, oder Verträge mit anderen Bündnispartnern. Ihr besonderer Beschreibstoff, oftmals Pergament, und ihre noch erhaltene gefaltete Form begrenzen jedoch die öffentliche und wissenschaftliche Nutzung. Dem entgegen steht jedoch wachsendes Interesse an eben jenen frühen Quellen.

Urkundenbestand bis Ende September 2011 gesperrt

Schon lange hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Archivs diese Unzulänglichkeiten des Bestandes im Blick. Um die Urkunden besser zu erschließen und ihre Auswertung zu ermöglichen, hat das Stadtarchiv nun die Digitalisierung des gesamten Bestandes beschlossen und mit der Realisierung begonnen.

Beauftragt wurde das Unternehmen Hermann und Kraemer aus Garmisch-Partenkirchen, die schon einige der ältesten Stadtbücher Bautzens für die digitale Nutzung aufbereitet hat. Die hochwertigen Ergebnisse haben nicht nur die Mitarbeiter des Bautzener Archivverbundes, sondern auch die Nutzer der digitalen Kopien längst von dieser Kooperation überzeugt.

Die Urkunden werden einzeln gescannt, wobei ein Scanverfahren angewendet wird, das einen äußerst schonenden Umgang mit den Objekten absichert. Anschließend werden bestimmte Dateiformate erstellt, die später eine leichte Handhabung der Datensätze ermöglichen.

Für die Benutzung bedeutet das jedoch im Jahr 2011 deutliche Einschränkungen: Der gesamte Urkundenbestand bleibt für die Dauer der Digitalisierung ab sofort bis voraussichtlich Ende September vollständig gesperrt.

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  • Quelle: red
  • Zuletzt geändert am 08.04.2011 - 11:30 Uhr
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