Hohe Hochwasserschäden in Bautzen

Bautzen / Budyšín. Das August-Hochwasser hat in Bautzen für einen Schaden von rund 5,5 Millionen Euro an städtischen Gebäuden, sozialen Einrichtungen, Infrastruktur und Kulturgütern gesorgt. Der größte Finanzbedarf besteht mit geschätzten 2,5 Millionen an Hochwasserschutz-Anlagen und Gewässern.

Entlang von Gewässern sind Mauern, Uferbereiche und Wehranlagen zu erneuern oder instand zu setzen. Eine Dammanlage des Stiebitzbaches im Bereich der Herrenteichsiedlung muss erneuert werden. Für die Gewässer Jordanbach, Stiebitzbach und Albrechtsbach im Bereich der Stadt Bautzen gilt es, neue Hochwasserschutz-Konzepte auszuarbeiten bzw. zu ergänzen.

Die Schäden an Brücken und Straßen werden derzeit auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt. Insgesamt müssen zehn Brücken instandgesetzt oder erneuert werden. Die Fuß- und Radwegbrücke zwischen Bombardier und Spreebad musste am 7. September 2010 abgebaut werden.

Auch 26 städtische Straßen und Wege sind in unterschiedlichem Umfang beschädigt worden. Für Arbeiten an dem beschädigten Stadion Müllerwiese werden rund 500.000 Euro veranschlagt. Für weitere Instandsetzungen an sonstiger öffentlicher Infrastruktur werden 260.000 Euro benötigt, die Reparaturen an der Alten Wasserkunst werden voraussichtlich 40.000 Euro kosten. Im Bereich der Abwasseranlagen ist ein Schaden von ca. 160.000 € zu verzeichnen.

Die Angaben werden im Zuge der Bauvorbereitungen schrittweise konkretisiert. Darüber hinaus wird es sicher Folgemaßnahmen im Bereich der Gewässer geben müssen, die sich aus den Hochwasser-Schutzkonzepten ergeben und deren Umfang heute noch nicht näher bezifferbar ist.

Der Stadtrat hatte in seiner letzten Sitzung die überplanmäßige Ausgabe von 1 Million Euro bewilligt, um dringend benötigte Reparaturen an der städtischen Infrastruktur ohne Zeitverzögerung beauftragen zu können.

Unterdessen liegen recht ausführliche Listen über Schäden an privaten Haushalten vor. Dabei geht man momentan von etwa 2,7 Millionen Euro aus. Flutgeschädigte Unternehmen meldeten insgesamt Schäden in Höhe von ca. 102 Millionen Euro. In beiden Fällen werden seitens der Stadtverwaltung intensiv Hilfsmöglichkeiten geprüft. 52 private Haushalte haben sich um die 35.000 Euro Landeszuschuss beworben. Vertreter der Verwaltung und der Bürgerschaft sind seit Anfang der Woche dabei, über die Anträge zu entscheiden.

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  • Quelle: Peter Hesse, Bürgermeister für Bauwesen
  • Zuletzt geändert am 08.09.2010 - 17:07 Uhr
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