Röhrscheidtbad Gesundbrunnen nach Säureaustritt wieder geöffnet

Röhrscheidtbad Gesundbrunnen nach Säureaustritt wieder geöffnetBautzen / Budyšin, 20. Oktober 2018. Gestern vormittag war im Technikbereich im Keller des Röhrscheidtbades Schwefelsäure ausgetreten. Durch freigesetzte Schwefelsäure (H2SO4) können die Atemwege gereizt werden. Wegen des Geruchs war die Feuerwehr gerufen worden, die den Austritt der Säure feststellte.

Schwefelsäure ausgetreten – kein Einzelfall

Ein Chemikalienbinder wurde eingesetzt, um die Säure aufzunehmen. Nachdem die Gefahr beseitigt war, hat die Feuerwehr die betroffenen Kellerräume belüftet, bis die Luft wieder frei von Schadstoffen war. Anschließend wurde das Bad wieder geöffnet.

Personenschäden gab es bei dem Vorfall nicht. Ein Mitarbeiter des Hallenbades wurde lediglich vorsorglich untersucht.

Schwefelsäure, die zu den stärksten Säuren überhaupt gehört, wird in Schwimmbädern zur Einstellung des pH-Wertes verwendet. Sie wird gewöhnlich verdünnt in Tanks aufbewahrt. Ihre Ätzwirkung auf der Haut hängt vom Verdünnungsgrad ab. Verdünnte Schwefelsäure ist für die menschliche Haut nicht ganz so gefährlich wie konzentrierte Schwefelsäure, die stark verkohlend wirkt und nur schwer heilende Wunden erzeugt.

In Schwimmbädern kommt es immer wieder zum Austritt von Schwefelsäure, so vor einem reichlichen Jahr in Siegen und in Winterthur.

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  • Zuletzt geändert am 20.10.2018 - 07:10 Uhr
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