Ein Hund als neues Familienmitglied

Ein Hund als neues FamilienmitgliedBautzen / Budyšín, 8. Februar 2022. Wenn ein Hund einzieht, beginnt ein ganz besonderer Lebensabschnitt für einen selbst und die ganze Familie, aber auch für den Vierbeiner. Jetzt ist es wichtig, Vertrauen aufzubauen und das neue Familienmitglied an das neue Umfeld zu gewöhnen. Schon vor dem Einzug des tierischen Freundes sollte man einige Vorkehrungen treffen sowie dem Tier ein schönes Zuhause vorbereiten.

Abb.: Nachdem er dem Sofa endgültig den Garaus gemacht hatte, widmete sich Redaktionshund Rudi Raubauke wieder seinem Knochen. Besonders beliebt waren in der Welpenzeit Knabberaktionen zur Befreiung von Netzsteckern vom Kabel sowie Netzwerkkabel mit ihren vielen einzelnen Adern

Foto: © BeierMedia.de

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Was man anschaffen und beachten sollte

Thema: Ratgeber

Ratgeber

Guter Rat muss nicht teuer sein, kann aber teure Erfahrungen ersparen. Ratschläge und Tipps aus Wirtschaft, Finanzen, Heimwerken, Haushalt, Gesundheit und Ernährung, Erziehung und zum Verhalten.

Wichtig ist, dass schon beim Einzug des Hundes die notwendige Grundausstattung vorhanden ist. Folgendes gehört dazu:

Halsband, Geschirr, Leinen

Ein passendes Halsband und/ oder Brustgeschirr sowie eine Führleine und eventuell auch eine Schleppleine werden benötigt. Die Schleppleine hat den Vorteil, dass man dem Hund ausreichend Bewegungsfreiheit bieten kann und ihn trotzdem unter Kontrolle behält. Die Führleine ist dafür geeignet, um das lockere Gehen an der Leine zu lernen.

Tipp:
Bei einem Geschirr kann man die Leine oben oder unten einklinken. Damit kann man den Hund trainieren, bei unten eingehängter Leine "bei Fuß" zu gehen, die ober eingehängte Leine signalisiert ihm dagegen dem "Schüffelmodus".


Der Schlaf- und Liegeplatz

Wenn es um den Schlaf- und Liegeplatz geht, stehen einem dafür zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Man findet Hundebetten verschiedener Art, Schlafhöhlen, Kissen, Decken, sogar Hundesofas und Körbchen. Letztendlich muss es zum Hund passen und ihm gefallen. Vorsichtig sollte man bei Welpen und Weidenkörben sein, da die jungen Hunde gerne daran knabbern und sich dann verletzen könnten. Zu empfehlen ist ist ein Schlafplatz, der robust und auch waschbar ist.

Näpfe

Ausreichend große Fress- und Trinknäpfe sollten angeschafft werden. Diese gibt es zum Beispiel aus Edelstahl, Keramik oder Kunststoff, auf jeden Fall sollten sie möglichst kippsicher sein.

Spielzeug

Man sollte dem Hund eine Auswahl an artgerechten Spielsachen anbieten können, die seinen Bedürfnissen – etwa Intelligenz-, Wurf-, Apportier- oder Kauspielzeuge – gerecht werden.

Geeignete Kauartikel

Das Kauen beruhigt Hunde und ist ein natürliches Bedürfnis. Es ist daher ratsam, dem Hund ab und zu geeignete Kauartikel oder entsprechendes Kauspielzeug anzubieten. Allerdings werden manche Sachen verkauft, die leider überhaupt nicht geeignet sind. Von daher sollte man sich vor dem Kauf sehr gut darüber informieren.

Leckerchen

Leckerchen können für das Training und für die Belohnung genutzt werden. Sie sollten etwas Besonderes – und deshalb nicht zu oft und in jeder Situation gegeben werden – und gesund sein.

Für die Pflege

Passend zum Fell benötigt man für die Pflege einen Hundekamm, eine Hundebürste, eventuell Scheren und eventuell auch eine Krallenschere. Ebenfalls sollte man eine Zange oder geschlitzte Karte zum Entfernen von Zecken zu Hause haben. Der Tierarzt kann außerdem ein Langzeit-Antizeckenmittel geben.

Für den Transport

Hunde müssen während einer Autofahrt gesichert werden. Dafür gibt es unterschiedliche Alternativen. Die wohl sicherste Option ist eine Transportbox oder Hunde-Cargobox, Hunde fühlen sich darin meist sehr wohl. Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Hund mit einem Geschirr im Auto zu fixieren.

Tipp:
Wenn man auswärts übernachtet, kann die Hundebox als "Schlafhütte" mit ins Haus. Sie ist dem Hund vertraut und er kann nachts nicht herumstromern und Schaden anrichten.

Zu Hause alles hundesicher machen

Wichtig ist es, dass man – ähnlich wie bei einer Katze – die Wohnräume sicher macht. Besonders dann, wenn ein Welpe einzieht, der sicherlich erst einmal alles anknabbern möchte. Im Haus und Garten dürfen giftige Pflanzen und Chemikalien für den Hund nicht erreichbar sein. Auch ein Gartenteich kann zur Gefahr für Welpen werden. Der Garten muss generell ausbruchsicher sein. Treppen sollten entsprechend gesichert werden, so dass der Hund beziehungsweise die Welpe diese nicht unkontrolliert hoch und runter laufen kann. Auch muss man sich darüber Gedanken machen, ob es Räume geben soll, in die der Hund nicht hineindarf.

An die Eingewöhnungszeit denken

Ob nun ein Tierheimhund, ein Hund aus dem Auslandstierschutz oder ein Welpe von einem Züchter, jeder Hund benötigt zunächst eine angemessene Eingewöhnungszeit. Diese beginnt schon mit dem Abholen. In der Wohnung oder im Haus sollte dann ein Rückzugsort vorhanden sein, wo das Tier nicht gestört wird, wenn es sich zurückziehen möchte. In der Eingewöhnungsphase sollten nicht ständig Besucher – der Hund braucht erst einmal ausreichend Zeit, das neue Zuhause, die Tagesabläufe und die neuen Familienmitglieder kennenzulernen, bevor alles andere dazu kommt.

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  • Erstellt am 08.02.2022 - 13:46Uhr | Zuletzt geändert am 08.02.2022 - 14:44Uhr
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