Kinderkrippe Weigangstraße vollständig geschlossen

Kinderkrippe Weigangstraße vollständig geschlossenBautzen / Budyšin, 16. März 2022. Wegen der aktuellen Corona-Infektionslage in der Kinderkrippe Weigangstraße / žłobik Weigangec dróha muss die Einrichtung ab heute bis einschließlich zum Freitag, dem 18. März 2022, vollständig geschlossen werden. Eine Notbetreuung kann nicht angeboten werden.

Abb.: Das Bautzener Rathaus / Radnica aus Sicht des Hauptmarktes, dahinter der Dom St. Petri / Tachantska cyrkej swj. Pětra, eine der größten Simultankirchen in Deutschland

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Aktuell keine Notbetreuung möglich

Thema: Coronavirus

Coronavirus

Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) verlaufen pandemisch. Lebensgefahr besteht bei einer Erkrankung an Covid-19 vor allem für Immungeschwächte und Ältere. Vielfältige Maßnahmen sollen die Ausbreitung verlangsamen, um medizinische Kapazitäten nicht zu überlasten sowie Zeit zur Entwicklung eines Medikamentes und eines Impfstoffs zu gewinnen. Im Blickpunkt stehen auch die Wirtschaft und soziale Auswirkungen.

Erst ab Montag, dem 21. März 2022, soll wieder eine Notbetreuung für Kinder von Eltern, die einer beruflichen Tätigkeit in wichtigen Infrastruktureinrichtungen nachgehen, möglich sein. Wer das in Anspruch nehmen möchte, muss vor der Abgabe des Kindes den vorgeschriebenen Arbeitgebernachweis in der Einrichtung vorlegen.

Die reguläre Betreuung für alle Kinder ist voraussichtlich ab Dienstag, dem 22. März 2022, wieder möglich. Die Stadtverwaltung Bautzen bittet um Verständnis.

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Kommentar:

Politik hat viel mit Vertrauen zu tun. Dazu gehört, dass Politiker nicht nur politisch kurzsichtig, sondern fundiert und lösungsorientiert agieren. Das bringt freilich Erklärungsbedarf mit sich; wer sich aber in der Politik nicht erklären kann, ist im falschen Job.

Die Bundespolitik verspielt in der Coronakrise aktuell Vertrauen: Angesichts von Inzidenzwerten auf Rekordhöhe weitgehende Lockerungen von Vorsichtsmaßnahmen anzugehen ist das falsche Signal, denn die wohl allermeisten Bürger meinen, wenn etwas erlaubt ist, dann ist es schon in Ordnung. Die Darstellung, die Omikron-Variante führe zu allgemein harmloseren Verläufen, hat die Sorglosigkeit und Renitenz gegenüber Vorsichtsmaßnahmen im Volk weiter gestärkt, die Folgen zeigt die tägliche Statistik. In vielen Fällen ist der Verlauf nach einer Omikron-Infektion eben nicht nur leicht, zudem ist bereits eine Deltakron genannte Variante nachgewiesen, die eine Kombination der schlechten Eigenschaften von Omikron und Delta mit sich bringt: Hohe Ansteckungsgefahr bei schwereren Verläufen.

Falsch wäre es auch, Entscheidungen über die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung auf die Länder und sogar auf die Unternehmen selbst zu verlagern. Zu Recht erwarten die Bürger von ihrer Regierung klare bundesweite Regelungen.

Wenn wir schon einmal beim Austeilen sind: Ebenso unglücklich – um es nicht deutlicher auszudrücken – wurde die einrichtungsbezogene Impfpflicht kommuniziert. So mancher Wählerstimmenjäger hat das zum Anlass genommen, ins populistische Horn zu stoßen und sich öffentlich dagegenzuwenden. Richtig wäre gewesen, im Zuge einer allgemeinen Impfpflicht Beschäftigte in strukturwichtigen und pflegenden Berufen zu bevorzugen. Das wäre für alle Beteiligten schlüssig.

Warum gerade in den pflegenden Berufen der Widerstand gegen eine Impfung besonders hoch zu sein scheint, bedarf noch der Aufarbeitung. Immerhin werden dadurch die offiziellen Darstellungen und Werbemaßnahmen zur Impfung konterkariert, meint

Ihr Thomas Beier

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  • Quelle: red / Kommentar: Thomas Beier, Fotos: © BeierMedia.de
  • Erstellt am 16.03.2022 - 04:57Uhr | Zuletzt geändert am 16.03.2022 - 05:35Uhr
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