Bautzen als wichtiger Wirtschaftsstandort in der Westlausitz

Bautzen als wichtiger Wirtschaftsstandort in der WestlausitzBautzen / Budyšín, 10. Juni 2020. Die Wirtschaft ist gerade in den letzten Monaten zu einem besonders wichtigen Thema geworden. In Zeiten, in denen häufig von einer erhöhten Arbeitslosigkeit und von Angst um den eigenen Job gesprochen wird ist es wichtig sich bewusst zu machen, wo prosperierende Wirtschaftsstandorte in Deutschland zu finden sind. Unter anderem ist Bautzen nicht zu unterschätzen, wirbt es doch schon im städtischen Internetauftritt mit einer "überzeugenden Branchenvielfalt".

Von Bautzen nach Dresden ist es dank Autobahn ein Katzensprung, was sich – neben der guten Bahnverbindung – viele Pendler in beiden Richtungen zunutze machen

© Bautzner Anzeiger

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Bautzen mittendrin

Eine gängige Einteilung des Sachsenlandes nennt die Regionen westlich von Chemnitz Westsachsen, jene östlich von Dresden Ostsachsen und dazwischen liegt das "Goldene Dreieck" von Chemnitz, Dresden und Leipzig, auch Mittelsachsen genannt. Macht man sich diese Einteilung zu eigen, dann ist Bautzen – ziemlich genau in der Mitte zwischen Dresden und Görlitz – das Herz Ostsachsens. Diese zentrale Lage, auch zwischen Böhmen und Brandenburg, ist ein großer Pluspunkt der Stadt. Natürlich wirft die Stadt auch ihre Wirtschaftsstruktur, die Altstadt, das lebendige Leben und nicht zuletzt ihren Status als "Sorbenhauptstadt" in die Waagschale.

Dreiländerregion als Vorteil für die Wirtschaft

Deutschlandweit gibt es zahlreiche große und mittelständische Unternehmen wie etwa TIB Chemicals, die mehrere Standorte im Land sowie international haben. In Bautzen ist es beispielsweise Bombardier, in Kamenz Jägermeister oder in Bernsdorf mit der TD Deutsche Klimakompressor eine Toyota-Tocher, die zu diesen Unternehmen gehören. Dank seiner guten Anbindung an Auto- und Eisenbahn und seines Verkehrslandeplatzes ist Bautzen aus strategischer für bestimmte Unternehmen ein besonders interessanter Standort, zumal Zittau – die Stadt am Dreiländerpunkt von Sachsen, Tschechien und Polen – keine Autostunde entfernt ist. Investoren, die nicht nur Ostsachsen und Südbrandenburg, sondern auch Mittel- und Osteuropa im Visier haben, sind in Bautzen "mittendrin" und genießen zudem die Nähe des Flughafens Dresden.

Die optimalen Lage zwischen Prag und Berlin sowie Dresden und Görlitz, von wo es bis nach Breslau nur noch 150 Kilometer sind ist einer der Punkte, die für Unternehmen und Investoren von besonderem Vorteil sein können. Dabei werden nicht nur große Unternehmen angesprochen, denn Deutschland ist ein Land der kleinen und mittelständischen Unternehmen und diese brauchen Kundennähe und gute Verkehrsanbindungen, um effizient arbeiten zu können.

Unterstützung durch die heimische Wirtschaft

Natürlich hat Bautzen großes Interesse daran, auch für neue Unternehmen attraktiv zu sein. Dies ist auch eine wichtige Voraussetzung, um die Arbeitslosigkeit in Bautzen weiter zu reduzieren.

Für Unternehmen und Investoren spielt es jedoch eine große Rolle, dass vor Ort bereits eine solide Wirtschaftsbasis zu finden ist. Nur dann kann eine Stadt auch als ein Wirtschaftsstandort überzeugen. Zur Wirtschaftsbasis in Bautzen gehören einheimische Unternehmen, die wie der AFT Förderanlagenbau oder das Perfecta Schneidemaschinenwerk seit vielen Jahren am Wirtschaftsstandort aktiv sind und einen guten Ruf haben oder bereits echte Traditionsunternehmen sind wie der Hermann Eule Orgelbau oder Bautz'ner Senf. Als Vertreter der Großindustrie ist auf jeden Fall das Bombardier-Werk zu nennen.

Mittelständische Unternehmen prägen Bautzen

Doch wie sieht der wirtschaftliche Aspekt von Bautzen eigentlich aus? Hier findet sich eine Wirtschaftslandschaft, die vor allem durch mittelständische Unternehmen geprägt wird. Dabei sind hier nicht nur deutsche Unternehmen zu finden, auch als Standort für internationale Unternehmen ist Bautzen nach wie vor interessant. Von Forschung und Entwicklung bis hin zur Herstellung von Produkten ist alles zu finden. Damit wird Bautzen als neues Wohnziel für Fachkräfte aus ganz Deutschland immer interessanter, denn der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern ist auch hier zu spüren.

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Diesen Überblick bietet der Bautzner Anzeiger.

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  • Quelle: red | Foto: © Bautzner Anzeiger
  • Erstellt am 10.06.2020 - 14:48Uhr | Zuletzt geändert am 10.06.2020 - 16:35Uhr
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