Premiere für die Oberlausitzer Karrieretage

Premiere für die Oberlausitzer KarrieretageLöbau, 4. Oktober 2021. Am 16. und 17. Oktober 2021 finden im Messepark Löbau erstmals die "Oberlausitzer Karrieretage", auf denen sich mehr als 100 mitarbeiter- und azubisuchende Unternehmen aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz vorstellen, statt. Es ist die erste Messe nach der Nutzung der Messehalle als Impfzentrum. Im Mittelpunkt steht die Besetzung freier Stellen, von der Ausbildung über das Studium bis hin zu den unterschiedlichsten Arbeitsplätzen. Speziell interessant ist die Messe für Berufseinsteiger, denn rund drei Viertel der ausstellenden Betriebe bilden aus. Nachdem in den letzten 18 Monaten nahezu alle Veranstaltungen der beruflichen Orientierung ausfallen mussten, besteht nun in Löbau die Möglichkeit für Schüler auf persönlichen Kontakt.

Abb.: Nicht nur Baggerführer Willi ist in der Oberlausitz gefragt, sondern vor allem Fachleute jeglicher Fachrichtung und Qualifikation, jeglichen Geschlechts soundso. Ausbildung und Studium werden ebenfalls geboten. Seine Chancen nutzen kann nur, wer sich informiert.

Bildquelle: Lausitz Matrix e.V.

Anzeige

Lehrstelle und Arbeitsplatz noch 2021

"Wir wissen, dass es selbst für 2021 noch offene Ausbildungsstellen gibt. Wer ohne Vertrag ist, hat bei den Karrieretagen eine Last-Minute-Chance", wirbt Mike Altmann vom Veranstalter Lausitz Matrix e.V. darum, die gebotenen Möglichkeiten zu nutzen.

Wer sich für einen bestimmten Arbeitgeber oder ein bestimmtes Angebot interessiert, sollte seinen Besuch bei den Oberlausitzer Karrieretagen möglichst effizient nutzen. Dabei hilft es, einen oder mehrere Termine zu vereinbaren. Die allermeisten der Aussteller bieten Termine für beide Messetage an. Das läuft so ähnlich wie bei einem Job-Speed-Dating: Man kann schon vorab Gespräche bei seinen Wunsch-Unternehmen buchen. Damit sollen Bewerber und Personalverantwortliche auf dieser Karrieremesse möglichst schnell und optimal zueinanderfinden. Terminbuchung bei den Ausstellern funktioniert über die Messeseite www.oberlausitzer-karrieretage.de.

Tipp:
Wer zwecks Überblick gleich zum ersten Messetag am Sonnabend, dem 16. Oktober 2021, kommt, hat den zweiten Tag in Reserve für weitere Gespräche.

Organisatorisches – gut zu wissen

Die Oberlausitzer Karrieretage werden nach den 3G-Regeln durchgeführt: Zutritt haben neben Geimpften und Genesenen auch alle mit Testnachweis aus den letzten 24 Stunden. Schüler, die einer Testpflicht in der Schule unterliegen, haben es gut: Sie brauchen keinen zusätzlichen Nachweis.

Um Wartezeiten an der Tageskasse zu vermeiden, empfiehlt sich der Vorverkauf unter www.oberlausitzer-karrieretage.de. Der Eintritt kosten vier Euro und ermäßigt zwei Euro, je zuzüglich einer Vorverkaufsgebühr. An der Tageskasse sind pro Ticket fünf Euro, ermäßigt drei, zu berappen, was auch in Ordnung ist: Man stelle sich vor, jeden der persönlich bevorzugten Arbeitgeber persönlich abklappern zu müssen – und einen besseren und direkteren Überblick über den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in der Oberlausitz kann man, wenn man die Oberlausitzer Karrieretage verfehlen sollte, anderenorts wohl nur schwerlich erlangen.


Kommentar:

Zur Arbeit des Unternehmensberaters und privaten Arbeitsvermittlers gehört es gelegentlich, Leuten beim Sprung ins Arbeitsleben zu helfen, etwa, wenn sie von Arbeitslosigkeit massiv bedroht oder in diese missliche Situation bereits hineingerutscht sind, vielleicht, weil sie sich angesichts vieler Ablehnungen nicht zu helfen wussten oder – auch wenn das unter den Arbeitgebern niemand zugibt – vor allem wegen ihres Alters diskriminiert wurden. Da läuft sowohl auf Seiten der Arbeitgeber wie allerdings auch bei den Bewerbern viel falsch.

Mal abgesehen von den älteren Semestern: Auffällig sind junge Leute, die ohne jeden Plan oder wenigstens eine Auswahl von Alternativen für das eigene Leben von der Schule abgegangen sind. Nun kann man viel über die Umstände klagen, die Frage lautet aber immer. Wie komme ich in einer gegebenen Situation klar? Für die Antwort ist jeder selbst verantwortlich, auch wenn für die Umstände andere die Verantwortung tragen. Schließlich ist das eigene Leben keine Generalprobe: Entweder man packt es – oder man wird gepackt.

Heutzutage stehen die Chancen, klarzukommen, auch in der Oberlausitz besser denn je. Vielerorts werden Auszubildende und Mitarbeiter händeringend gesucht. Klar findet sich in jeder Suppe – sprich jedem Arbeits- oder Ausbildungsangebot – ein Haar, aber deshalb auf die Suppe zu verzichten und zu verhungern – als Sinnbild für eine Hartz-IV-Karriere –, das scheint nicht sonderlich pfiffig.

Deshalb sollten Ausbildungswillige – übrigens auch (noch) Unwillige – sowie alle, die sich im Arbeitsmarkt orientieren wollen oder nach mehr Bildung streben, die Oberlausitzer Karrieretage nutzen.

Es muss doch einen tieferen Sinn haben, dass das Kürzel O.K. heißt, meint

Ihr Thomas Beier


Zugabe:
Um noch einmal auf die Suppe zurückzukommen eine vor Jahrzehnten im erzgebirgischen Rittersgrün in einer Gaststätte erlebte Szene: "Herr Ober, in maaner Supp schwimmt a Fliech!" – "Schafkopp, denkste, iech kaa dir e Hiehnel neisatzn?", übersetzt ins Hochdeutsche: "Herr Ober, in meiner Suppe schwimmt eine Fliege!" – "Schafskopf, denkst du, ich kann dir ein Hühnchen reinsetzen?"


Kulturzuschlag:
Baggerführer Willi

Kommentare Lesermeinungen (0)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort Weitere Artikel
  • Quelle: red | Bildquelle: Lausitz Matrix e.V.
  • Erstellt am 04.10.2021 - 12:19Uhr | Zuletzt geändert am 04.10.2021 - 13:27Uhr
  • drucken Seite drucken
Anzeige