Bautzen: Bombe wird gesprengt

Bautzen: Bombe wird gesprengtBautzen / Budyšin, 4. Mai 2018. Update! Die gestern in Bautzen gefundene deutsche Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg soll kontrolliert gesprengt werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst war bereits gestern zu der Erkenntnis gekommen, dass eine Entschärfung vor Ort oder ein Abtransport nicht riskiert werden können.

Lage ist sondiert – aktuelle Maßnahmen

Die Fliegerbombe war gestern bei Bauarbeiten gefunden worden, der Bautzner Anzeiger berichtete.

Nach einer erneuten Beratung zwischen dem Kampfmittelbeseitigungsdienst, der Polizei, der Feuerwehr und der Stadtverwaltung Bautzen wurden am heutigen Morgen folgende Entscheidungen getroffen:

  1. Ab etwa 9.30 Uhr wird die Paul-Neck-Straße (B156) zwischen der Löbauer Straße und der Dr.-S.-Allende-Straße vollständig gesperrt, die Löbauer Straße (B6) bleibt aber für den Verkehr frei.

  2. Im Areal um die Fundstelle müssen etwa sechs Wohngebäude evakuiert werden. Die Anwohner waren bereits gestern über diese mögliche Maßnahme informiert worden. Betroffen sind etwa 90 Personen. Sofern erforderlich, werden sie in der Bautzener Hauptfeuerwache am Gesundbrunnenring untergebracht und versorgt. Die Betroffenen werden persönlich von Feuerwehrleuten und Polizisten informiert. Alteneinrichtungen, Schulen und Kindergärten sind von der Evakierung nicht betroffen.

  3. Die Hauptgefahr an der Fliegerbombe ist, so die Kampfmittelbeseitiger, der russische Zünder, der etwa die Sprengkraft einer Handgranate hat. Zur Sprengung soll die Bombe im Laufe des Vormittags in einer Baugrube versenkt, abgedeckt und dann gesprengt werden.

Wenn alles klappt, hat es bis heute Mittag gekracht und die Bewohner können wieder in ihre Wohnungen zurück.

Update 11 Uhr:
Gegen 10 Uhr wurde die Bombe gesprengt, 10.15 wurde die Paul-Neck-Straße wieder freigegeben.

Etwa 40 Polizisten waren zur Sicherung im Gefahrenbereich und zur Verkehrsorganisation im Einsatz. Die Bautzener Feuerwehr und das städtische Ordnungsamt waren mit sechs Fahrzeugen und 22 Männern und Frauen vor Ort. Auch der Kreisbrandmeister und Oberbürgermeister Alexander Ahrens machten sich zeitweise ein Bild vom Geschehen.

Von den Evakuiertenwollte niemand in die Bautzener Hauptfeuerwache am Gesundbrunnenring.

Oberbürgermeister Alexander Ahrens bedankt sich bei allen Beteiligten: "Das Zusammenspiel aller Strukturen war sachlich und hochgradig professionell. Egal, ob die Bautzener Feuerwehr, die Polizei oder der Kampfmittelbeseitigungsdienst – es ist toll zu sehen, wie gut in allen Bereichen gearbeitet wurde. Vielen Dank auch an die Anwohner, die Verständnis gezeigt und ohne Probleme den Anweisungen der Sicherheitskräfte folgegeleistet haben."

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  • Zuletzt geändert am 04.05.2018 - 10:29 Uhr
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