Licht am Horizont für Bombardier Bautzen

Licht am Horizont für Bombardier BautzenBautzen / Budyšin, 9. Februar 2017. Mit großer Freude vernahm Oberbürgermeister Alexander Ahrens die Pläne der Bombardier Konzernleitung zum Standort Bautzen. In einer Zeitungsnotiz heißt es dazu, Bautzen solle zum "industriellen Leitstandort" ausgebaut werden, wo künftig die Serienfertigung von Regional- und Fernzügen sowie S- und U-Bahnen angesiedelt wird.

Abbildung: Zug der Londoner Subway, made by Bombardier
Foto: Picudio / Andy H, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
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Was wird aus Bombardier Görlitz?

Dazu will Bombardier 20 Millionen Euro in die Hand nehmen und in den Standort Bautzen investieren. "Ich freue mich für den Standort Bautzen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das steht außer Frage", machte Ahrens klar.

Die Bombardierpläne, den Görlitzer Waggonbau künftig auf die Fertigung von Wagenkästen aus Aluminium zu spezialisieren, sieht der Bautzener Oberbürgermeister allerdings kritisch: "Was den dortigen Standort schwächt, kann auch negative Auswirkungen auf Bautzen haben. Wir sehen uns als eine Region, die bei Investoren national wie international wirtschaftlich immer stärker in den Fokus rückt."

Updates:

    • Im Jahr 2021 hat Alstom die Bahnsparte von Bombardier übernommen. Ein Jahr später besteht große Unsicherheit bezüglich der Arbeitsplätze im Werk Görlitz, obgleich Altstom bereits im ersten Jahr Millionenbeträge in die Fertigung der Aluminium Wagenkästen investiert hat. Immerhin sind die Görlitzer für ihre Kompetenz in Aluminium bekannt.
    • Die Entwicklung industrieller Kerne beeinflusst auch Zulieferer. Diese sind oft technologisch hochspezialisiert und entsprechend produktiv. Fallen Abnehmer weg, wird es schwierig. Ein Artikel vom 21. Januar 2022 stellt typische Zulieferertechnologien in den spanenden CNC Bearbeitung wie Drehen, Fräsen und Hobeln vor und erwähnt das Metalldrücken als weithin unbekannte Technologie.

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  • Quelle: red | Foto: Picudio / Andy H, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
  • Erstellt am 08.02.2017 - 22:16Uhr | Zuletzt geändert am 03.03.2022 - 13:53Uhr
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